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Osteopathie
Geschichtliches zur Osteopathie

Geschichtliches zur Osteopathie

Vor über 120 Jahren begründete der Arzt Andrew Taylor Still die Osteopathie. Grund war seine Hilflosigkeit bei den Erkrankungen seiner Frau und vier seiner Kinder. Er erkannte, dass die damalige Medizin immer mehr zu einer Symptombehandlung wurde. Dr. Still versuchte, den Körper als Ganzes zu sehen. Bereits 1917 erreichte die Osteopathie England – in den 40-er Jahren auch Frankreich. Seit den 80-er Jahren konnte die Osteopathie in Deutschland Fuß fassen.

Ärzte, Physiotherapeuten und Heilpraktiker können an der mehrjährigen Ausbildung der osteopathischen Medizin teilnehmen.

Grundlagen der Osteopathie

Der menschliche Organismus bildet eine Einheit: Alle Gewebe im Körper sind in Bewegung und im Idealfall harmonisch miteinander verbunden. Diese lebensnotwendige Mobilität und Harmonie zu bewahren oder wiederherzustellen ist das Ziel der Osteopathie.

Osteopathie setzt eine genaue Kenntnis der Anatomie, Physiologie und Biochemie voraus. Sie setzt sich aus drei Säulen zusammen: Der Craniosakralen Therapie, der visceralen Therapie (bezogen auf innere Organe) und der parietalen Therapie (bezogen auf das Skelett).

Das A und O sind die Bewegungen - bewusst oder unbewusst

Der menschliche Körper stimmt alle lebensnotwendigen Funktionen in ständiger Bewegung aufeinander ab – vielmehr, er funktioniert nur deshalb, weil er Bewegungen ausführen kann. Die meisten dieser Bewegungen laufen für uns unbewusst ab: Während man die Bewegungen an Muskeln, Sehnen und Gelenken meist gezielt ausführt, schlägt das Herz unwillkürlich, die Lungen bewegen sich im Atemrhythmus, Blut, Lymphe und Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit fließen in ihren Bahnen, und der Darm führt wellenförmige Bewegungen zur Verdauung aus.

Eingeschränkte Bewegung - eingeschränkte Funktion

Werden die Bewegungen einzelner Körperstrukturen eingeschränkt, beeinflusst das deren Funktion. Damit ist das Problem – eine Anstauung und Blockade – vorprogrammiert. Ähnliches passiert im menschlichen Körper. Der natürliche Strom wird durch die eingeschränkte Beweglichkeit von Gelenken, Organen und anderen Strukturen behindert, das Gewebe weniger durchblutet und der Stoffwechsel lokal gestört

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen einer eingeschränkten Bewegung können unterschiedlicher Art sein. Eine Verstauchung oder Verrenkung, wie bei Unfällen oder Prellungen, kann zu einer bleibenden Bewegungseinschränkung führen. Aber auch geheilte Entzündungen innerer Organe, Operationsnarben oder bestimmte Lebens- oder Ernährungsgewohnheiten können die Beweglichkeit einschränken.

Der Körper kann vieles ausgleichen – nicht immer zum Guten

Doch nicht immer signalisiert uns der Körper eine Funktionsstörung durch Schmerzen oder andere Beschwerden. Unser Organismus ist sehr anpassungsfähig und kann manche Störung, wie Fehlhaltungen, Verspannungen oder sogar Verletzungen, oft über lange Zeit ausgleichen. Dabei wird die eingeschränkte Funktion von anderen Körperstrukturen übernommen. Die Funktionsstörungen verlagern sich, sie wirken sich auf andere Bereiche des Körpers aus. Ist aber die Ausgleichsfähigkeit des Körpers erschöpft, genügt schon ein kleiner physischer oder psychischer Einfluss, um unverhältnismäßige Reaktionen hervorzurufen.

Anwendungsgebiete der Osteopathie

Osteopathie kann grundsätzlich bei allen Funktionsstörungen des Körpers angewandt werden, egal wie lange diese schon bestehen. Altersbeschränkungen gibt es keine.

Verspannungen und Rückenschmerzen

Allgemein gilt: Jedes lebende Gewebe kann osteopathisch behandelt werden. Dazu gehören zum Beispiel Verspannungen oder Verletzungen des Skeletts und der dazugehörigen Muskeln und Bänder, Bandscheibenvorfall, Hexenschuss, Folgen von Unfallverletzungen und Kiefergelenksprobleme, Narben. Auch Tinnitus, Verdauungsprobleme, Inkontinenz und prämenstruelle Beschwerden können osteopathisch behandelt werden.

Auch für Säuglinge geeignet

Säuglinge und Kinder mit Problemen, die auf Traumata bei der Geburt oder später zurückgehen, zählen zu den typischen Patienten für die Osteopathie, besonders auch das Kiss-Syndrom.

Grenzen der Osteopathie

Die Osteopathie hat da ihre Grenzen, wo die Selbstheilungskräfte des Körpers nicht ausreichen. Bei schweren und/oder akuten Erkrankungen sollte man immer zu einem Arzt gehen. Die Osteopathie ist auch keine Notfallmedizin, kann also bei einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall nicht lebensrettend eingreifen. Offene Wunden, Brüche, Verbrennungen und andere Verletzungen müssen auch immer erst von einem Arzt behandelt werden. Ebenso gehören psychische Erkrankungen wie Depressionen nicht in die Hand des Osteopathen. Bei vielen der hier genannten Beschwerden kann sich aber eine osteopathische Behandlung als Begleittherapie anbieten. So kann sich zum Beispiel der sanfte Hautkontakt bei Depressionen durchaus positiv auswirken.

Was kostet die Behandlung?

Eine Behandlung dauert ca. 45 Minuten. Die Kosten liegen bei 60 €. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in zunehmenden Maß: Sie reichen eine Verordnung und die Rechnung ein und erhalten 80% des Betrages zurück erstattet. Grundsätzlich werden die Kosten von der AOK, der TK, vielen BKKs übernommen. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach! In der Regel reichen eine bis drei Sitzungen, um die Beschwerden zu lindern.