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Narbenbehandlung bei Lymphödem

Was ist eine Narbe?

Eine Narbe ist die Folge einer Verletzung – meist äußerlich auf der Haut als Strich sichtbar. Die Haut besteht an dieser Stelle nicht mehr aus den üblichen Strukturen, sondern nur noch aus Bindegewebe, das den Defekt durch die Verletzung ersetzt hat. Diese Bindegewebs-Stränge setzen sich innerlich auch fort.

Eine Narbe entsteht immer dort, wo Gewebe verletzt wurde – an der Haut, aber auch in der Tiefe. Und unter der Haut fließt durch alle Gewebeschichten die Lymphe, das ist die „Gewebeflüssigkeit“, die für den Austausch der Nährstoffe sorgt.



Wie hängen Narbe und Lymphödem zusammen?

Die Lymphe fließt im Unterhautfettgewebe in ganz zarten Lymphkollektoren Richtung Herz. Jede Verletzung der Kollektoren führt zu einem Rückstau. Dieser Rückstau führt über die Zeit zu einem Lymphödem. Auch Druck von außen auf die Lymphbahnen kann einen Rückstau bedingen – sei es z.B. durch eine einschnürende Bandage, einen Tumor oder aber durch Übergewicht. Ebenso können einige Medikamente die Lymphkollektoren beeinflussen, eine Bestrahlung diese flächig verkleben – was auch erst Jahre später zu einem Rückstau führen kann, wenn die körpereigenen Ausgleichsmöglichkeiten ausgeschöpft sind.

Die meisten dieser Ursachen können nicht oder schwer behandelt werden.

Liegt eine Verletzung vor, werden die Lymphbahnen direkt geschädigt. Das setzt auch Substanzen frei, die eine Entzündungsreaktion in Gang setzen. DerKörper – vielmehr diese Region des Körpers – ist in Alarmbereitschaft versetzt.

Oft stört die Narbe den Ablauf so sehr, dass der Körper es verpasst, die „Normalität“ wieder anzuerkennen. Es werden immer weiter Stress-Signale gesendet, die besonders das so genannte „vegetative Nervensystem“ beeinflussen.

Wird die Narbe betäubt, ist es so ähnlich wie ein „Reset-Knopf“. Da die Verletzung lange abgeheilt ist, kann sich der lokale Reiz durch die Narbe beruhigen. So kann man Narbenschmerzen lindern, aber auch – und das ist eine neue Erkenntnis – den Lymphabfluss positiv beeinflussen.

Die Behandlung besteht in der Betäubung der Narbe mit einem örtlichen Betäubungsmittel, wie Sie es z.B. vom Zahnarzt her kennen. Je Sitzung darf nur eine gewisse Menge gespritzt werden.



Wie gehen Sie vor?

Vereinbaren Sie einen ersten Termin – wir werden Sie untersuchen und gemeinsam mit Ihnen die Therapie planen. Da Sie nach einer Betäubung lieber kein Auto fahren sollten – nach einer Betäubung am Bein oder Rücken ist dies sogar verboten – ist es besser, Sie kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder werden gebracht.

Melden Sie sich bitte zu einem Narbenbehandlungstermin in der Praxis an. Unsere erfahrene Arzthelferin, Frau Telleria, wird Sie betreuen. Es kann sein, dass mehrere Termine nötig werden.



Die Behandlung ist Kassenleistung, bringen Sie bitte Ihre Versichertenkarte mit und falls vorhanden, Berichte zu Ihren Operationen.