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LASER / Radiofrequenz

Was sind Stammvenen?

Das verbrauchte Blut unseres Beines fließt in den Venen wieder zum Herzen. Das tun sie über die tiefen Beinvenen (am Knochen, in der Muskulatur) und über das oberflächliche Venensystem, das unter der Haut verläuft. Hier sammelt sich das Blut in zwei großen Venen, die so genannten Stammvenen (Vena saphena magna und parva), die vom Innenknöchel zur Leiste und vom Außenknöchel zur Kniekehle laufen.

Hier treten am häufigsten Krampfadern auf, sie sind für die äußerlich sichtbaren, dicken Seitenäste verantwortlich.

Wie behandelt man kranke Stammvenen?

Klassischerweise wurden die kranken Stammvenen unter Vollnarkose, teilweise auch während eines stationären Aufenthaltes gezogen „Stripping“ (Kassenleistung).

Unsere Praxis hat 1997 ein innovatives chirurgisches Verfahren in Deutschland eingeführt, bei dem die Venen chirurgisch unterbrochen werden, damit der krankhafte Blutfluss die Venen nicht mehr überlastet (CHIVA). Seit 2005 ist die Operation nach CHIVA bei uns Kassenleistung.

Seit dem Jahr 2000 gibt es Verfahren zum Verschluss der Stammvene durch Hitze von innen. Dabei kommt entweder LASER oder Radiofrequenz zum Einsatz.

LASER oder Radiofrequenz der Stammvene - wie funktioniert das?

Die Stammvenen verlaufen relativ geradlinig im Bein, auch wenn sie sehr gedehnt sind. Dadurch ist es möglich, eine relativ gerade Faser, wie die Radiofrequenz- oder LASER-Faser, in dieser Vene vorzuschieben. Das Prinzip des LASERs beruht darauf, dass das Licht in vorgegebenen Wellenlängen polarisiert wird und damit auf die Struktur der Venenwand in Form von einwirkt und diese zerstört. Die Radiofrequenzsonde hat sogar ein Thermometer an der Spitze, sodass bei Erreichen einer konkreten Temperatur (120°C) die Energie herunter gefahren wird.

Wie läuft die Behandlung ab?
Laserbehandlung

Die Behandlung erfolgt über ein Verschweißen der Vene mittels Hitze, die an der Spitze einer Sonde abgegeben wird. Es handelt sich als Energiequelle dabei entweder um Licht (LASER) oder um Radiofrequenz (VNUS Closure Fast System). Für beide Verfahren (LASER oder Radiofrequenz) ist der Ablauf derselbe.

Zunächst wird unter Schallkontrolle eine „Braunüle“ (das ist eine Nadel wie zur Infusion) in die Stammvene eingeführt (s. Pfeil im Bild).

Hierüber wird dann ein weicher Führungsdraht bis zur Leiste vorgeschoben, der Vorgang wird mit Ultraschall kontrolliert. Über den Draht wird ein Katheter geschoben, in dem dann die Therapiesonde in Position gebracht wird. Abgesehen von dem Stich beim Einführen der Nadel merken Sie von diesem etwas langwierigem Verfahren nur gelegentlichen Druck im Verlauf der Vene. Liegt der Katheter optimal, wird das Gewebe entlang der Vene unter Schallkontrolle örtlich betäubt.

Es wird gewartet, dass die Betäubung wirkt. Dann erst beginnt die eigentliche Behandlung, nämlich der Rückzug der aktivierten Hitze-Sonde, und somit der Verschluss der Vene durch Hitzeeinwirkung.

Anschließend wird der Verlauf der Vene mit einem kleinen Handtuch im Kompressionsstrumpf zusätzlich leer gepresst, damit nach dem Aufstehen das Blut nicht in die behandelte Vene fließen kann. Der Strumpf muss die erste Nacht angelassen werden.

Die Nachbehandlung

In Anschluss an die Behandlung wird für 5 Tage vorbeugend Heparin gespritzt (Bauchspritzen), Kompression sollte für 4 Wochen getragen werden.

Bei Beschwerden kann der Patient Ibuprofen einnehmen. In der Regel ist er am Tag nach der Behandlung wieder arbeitsfähig. Wir kontrollieren mittels Ultraschall das Ergebnis nach einer und nach 4 Wochen. Die Seitenäste bilden sich in dieser Zeit zurück oder können dann verödet werden.

Was ist der Vorteil der LASER- oder Radiofrequenz-Behandlung?

Bei der Hitze-Behandlung der Stammvenen in unserer Praxis ist niemals eine Vollnarkose nötig, auch kein stationärer Aufenthalt. Auch bei sehr übergewichtigen Patienten oder bei diversen Voroperationen, Vernarbungen in der Leiste oder Kniekehle, ist der Eingriff ambulant möglich.

Die Hitze durch LASER oder Radiofrequenz verschließt die Vene nach einer Sitzung sicherer als das Veröden, auch unabhängig vom Venendurchmesser. Am Tag nach dem Eingriff ist der Patient wieder arbeitsfähig, er muss lediglich 4 Wochen Kompression tragen, sich 7 Tage Bauchspritzen verabreichen und ebenso lange Entzündungshemmende Medikamente (z.B. Ibuprofen) nehmen.

Kosten der LASER-Behandlung der Venen

Die privaten Kassen zahlen den Eingriff, die Kosten liegen bei circa 900 € zuzügl. Material (sprich insgesamt circa 1.200 bis 1.300 Euro. Gesetzliche Kassen tragen die Kosten nicht generell, wir haben jedoch mit den meisten Krankenkassen „Integrierte Versorgungsverträge“, die auch LASER und Radiofrequenz bezahlen und bei den anderen kann ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden.

Wir bieten Ihnen bei Bedarf auch Ratenzahlung an.