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LASER Behandlung

Was sind Stammvenen?

Das verbrauchte Blut unseres Beines fließt in den Venen wieder zum Herzen. Das tun sie über die tiefen Beinvenen (am Knochen, in der Muskulatur) und über das oberflächliche Venensystem, das unter der Haut verläuft. Hier sammelt sich das Blut in zwei großen Venen, die so genannten Stammvenen (Vena saphena magna und parva), die vom Innenknöchel zur Leiste und vom Außenknöchel zur Kniekehle laufen.

Hier treten am häufigsten Krampfadern auf, sie sind für die äußerlich sichtbaren, dicken Seitenäste verantwortlich.

Wie behandelt man kranke Stammvenen?

Klassischerweise wurden die kranken Stammvenen unter Vollnarkose, teilweise auch während eines stationären Aufenthaltes gezogen „Stripping“ (Kassenleistung).

Unsere Praxis hat 1997 ein innovatives chirurgisches Verfahren in Deutschland eingeführt, bei dem die Venen chirurgisch unterbrochen werden, damit der krankhafte Blutfluss die Venen nicht mehr überlastet (CHIVA, s. gesondertes Infoblatt). Auch CHIVA ist bei uns (fast immer) Kassenleistung.

Seit 10 Jahren gibt es das LASER-Verfahren zum Verschluss der Stammvene durch Hitze von innen. Bei nicht sehr kräftigen Venen kann man auch durch Verödung die Stammvene verschließen (s. gesondertes Informationsblatt).

LASER der Stammvene - wie funktioniert das?

Die Stammvenen verlaufen relativ geradlinig im Bein, auch wenn sie sehr gedehnt sind. Dadurch ist es möglich, eine relativ gerade Faser, wie die LASER-Faser, in dieser Vene vorzuschieben. Das Prinzip des LASERs beruht darauf, dass das Licht in Verbindung mit der Farbe Rot hohe Temperaturen entwickelt.

Blut ist rot, es umfließt die Sonde in der Vene. Beim Rückzug der Sonde wird das Blut an der Faserspitze derart erhitzt, dass es mit der Venenwand verklumpt und die Vene somit zerstört.

Wie läuft die Behandlung ab?
Laserbehandlung

Zunächst wird unter Schallkontrolle eine „Braunüle“ (das ist eine Nadel wie zur Infusion) in die Stammvene eingeführt (s. Pfeil im Bild).

Hierüber wird dann ein weicher Führungsdraht bis zur Leiste vorgeschoben, der Vorgang wird mit Ultraschall kontrolliert. Über den Draht wird ein Katheter geschoben, in dem dann die LASER-Faser in Position gebracht wird. Abgesehen von dem Stich beim Einführen der Nadel merken Sie von diesem etwas langwierigem Verfahren nur gelegentlichen Druck im Verlauf der Vene. Liegt der Katheter optimal, wird das Gewebe entlang der Vene unter Schallkontrolle örtlich betäubt.

Es wird gewartet, dass die Betäubung wirkt. Dann erst beginnt die eigentliche Behandlung, nämlich der Rückzug der aktivierten LASER-Sonde, und somit der Verschluss der Vene durch Hitzeeinwirkung.

Anschließend wird der Verlauf der Vene mit einem kleinen Handtuch im Kompressionsstrumpf zusätzlich leer gepresst, damit nach dem Aufstehen das Blut nicht in die behandelte Vene fließen kann. Der Strumpf muss die erste Nacht angelassen werden.

Die Nachbehandlung

In Anschluss an die Behandlung wird für 5 Tage vorbeugend Heparin gespritzt (Bauchspritzen), Kompression sollte für 4 Wochen getragen werden.

Bei Beschwerden kann der Patient Ibuprofen einnehmen. In der Regel ist er am Tag nach der Behandlung wieder arbeitsfähig. Wir kontrollieren mittels Ultraschall das Ergebnis nach einer und nach 4 Wochen. Die Seitenäste bilden sich in dieser Zeit zurück oder können dann verödet werden.

Was ist der Vorteil der LASER-Behandlung?

Bei der LASER-Behandlung der Stammvenen in unserer Praxis ist niemals eine Vollnarkose nötig, auch kein stationärer Aufenthalt. Auch bei sehr übergewichtigen Patienten oder bei diversen Voroperationen, Vernarbungen in der Leiste oder Kniekehle, ist der Eingriff ambulant möglich.

LASER verschließt die Vene nach einer Sitzung sicherer als das Veröden, auch unabhängig vom Venendurchmesser. Am Tag nach dem Eingriff ist der Patient wieder arbeitsfähig, er muss lediglich 4 Wochen Kompression tragen, sich 7 Tage Bauchspritzen verabreichen und ebenso lange Entzündungshemmende Medikamente (z.B. Ibuprofen) nehmen.

Kosten der LASER-Behandlung der Venen

Die privaten Kassen zahlen den Eingriff, die Kosten liegen bei circa 900 € inkl. Material. Gesetzliche Kassen tragen die Kosten nicht.

Wir bieten Ihnen bei Bedarf auch Ratenzahlung an (100 € monatlich über 9 Monate).