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Krampfaderoperation nach CHIVA

Operation der Krampfadern

Das Herkömmliche Verfahren zum Entfernen der Krampfadern bieten wir in unserer Praxis nicht an. Wir arbeiten mit umliegenden Krankenhäusern zusammen und beraten Sie zu dieser Operation gerne.

CHIVA-Methode

Die CHIVA-Methode ist eine venenerhaltende Methode, um sanft die Krampfadern zu behandeln. Dabei bleibt die Stammvene im Bein (die alternativ per Stripping entfernt wird) um den Abfluss aus der Haut weiterhin zu gewährleisten. Sie ist somit später für die Verwendung als Bypass erhalten. Studien haben gezeigt, dass sich unter diesem Verfahren seltener neue Krampfadern bilden, als nach Entfernung der Stammvenen.

Bei CHIVA wird der Blutfluss in den Venen so korrigiert, dass das Blut aus den tiefen Beinvenen gezwungen wird, das Bein Richtung Herz zu verlassen. Dafür sind einer oder mehrere Schnitte nötig, die man in örtlicher Betäubung oder Kurznarkose vornimmt. An diesen Stellen werden die Venen verknotet und dann durchtrennt. Das Blut aus der tiefen Beinvene kann die Krampfader nicht mehr füllen, dadurch werden die Venen im Lauf der Wochen nach dem Eingriff langsam wieder dünner. Dazu ist es nötig, 6 Wochen lang Kompressionsstrümpfe zu tragen.

Man kann sich die CHIVA-Methode wie folgt vorstellen: Wenn auf der Autobahn (tiefe Beinvenen) ein Stau ist und alle Lastwagen auf die Landstraßen (oberflächliche Venen) ausweichen, sind diese überlastet, es entsteht auch hier ein Stau (die Venen dehnen sich und werden zu Krampfadern). Die Polizei kann beschließen, die Landstraße abzureißen, um das zu vermeiden (Stripping), oder ein "Ausfahrt Verboten" Schild an der Autobahn aufzustellen, um die Lastwagen zu zwingen, auf der Autobahn zu bleiben und weiter (zum Herzen) zu fahren. Die Autos aber aus den Ortschaften (das Blut aus den kleineren Venen) kann über die anderen Autobahnauffahrten (Verbindungsvenen) fahren (und so das Bein Richtung Herz verlassen).

Die Krampfader-bedingten Beschwerden, wie Schweregefühl, verschwinden in der Regel sofort nach der Operation. Die Venen bleiben komplett im Bein erhalten, sie dienen weiter dem Abfluss und können später auch bei Bedarf für einen Bypass verwendet werden. Dadurch, dass kaum Venen und Lymphgewebe zerstört werden, treten auch seltener Komplikationen auf, wie Schwellung nach der Operation, Taubheitsgefühl, schnelles Ausbilden neuer Krampfadern. Auch die Schmerzen nach dem Eingriff sind in der Regel gering. Die meisten Patienten können ein paar Tage nach dem Eingriff wieder arbeiten.

Nach 12 Wochen wird untersucht, ob sich alle Venen zurückgebildet haben. Etwa 20% der Patienten benötigen einen Ergänzungseingriff oder eine Verödung, dabei handelt es sich meist um einen weiteren chirurgischen Eingriff oder um die Verödung von Seitenästen. Die Methode wird auf www.chiva.info umfangreich erklärt.

In unserer Praxis ist CHIVA seit 2005 Kassenleistung. Bei Operation der Mündung der Stammvene in der Leiste oder in der Kniekehle ist eine Narkose nötig. Dies kann durch das Verwenden von Hitzekathetern (LASER oder Radiofrequenz) umgangen werden. Daher haben wir im Jahr 2009 in unserer Praxis diese Verfahren eingeführt, um CHIVA noch schonender zu gestalten. Den Hitzeverschluss der Venen übernehmen Krankenkassen nur, wenn ein direkter Vertrag mit uns vorliegt (viele BKKs, TK, HEK), ansonsten muss ein Kostenvoranschlag gestellt werden.

 

Weitere Informationen zu Krampfadern finden Sie im Buch "Krampfadern" von Dr. Mendoza und Dr. Berger:
ISBN: 3-9808990-0-4 / 2. Auflage, 2003, Arrien Verlag, 5 €