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Infiltrationtherapie
Dr. med. Axel Hofmann

Durch spezielle Infiltrationstechniken versucht man vor allem
Beschwerden der Wirbelsäule zu lindern.

Vereinfacht formuliert kommen drei anatomische Strukturen der
Wirbelsäule für die Entstehung von Schmerzen in Frage.

Das die Bandscheibe umgebende Gewebe, die kleinen
Wirbelgelenke (Facettengelenke) und die Nervenwurzel.

Durch Infiltrationen (Hauptbestandteil der Spritze meist ein Lokalanästhetikum gemischt mit einem kleinen Zusatz Kortison) der jeweilig betroffenen Struktur ist eine deutliche Schmerzlinderung zu erzielen.

Auch hierbei ist eine entsprechende Diagnostik (klinische
Untersuchung, Nativ-Röntgen, CT/MRT, ggf neurologische Vorstellung) unabdingbar.

Die Facettengelenke können sicher in der Praxis anhand anatomischer Landmarken infiltriert werden. Selbiges Procedere gilt für alle anderen Gelenke.

Um die Bandscheibe beziehungsweise die Nervenwurzel sicher erreichen zu können, ist eine bildgebende Kontrolle (meist unter Zuhilfenahme eines Computertomographen) vonnöten.

Besonderes zu erwähnen sind knorpelregenerierende bzw. aufbauende Infiltrationen mittels Hyaluronsäure. Diese sind allerdings bei einer ausgeprägten Arthrose nicht mehr sinnvoll.

Die Hyaluronsäüre muss je nach Präparat 1 bis 5 mal injeziert werden. Die Kosten dieser Maßnahmen sind im Leistungskatalog der öffentlichen Krankenkassen nicht abgebildet und müssen vom Patienten selbst getragen werden.