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Geschwollene Beine entstehen, wenn sich Wasser im Gewebe der Beine einlagert. Das beginnt meist am Knöchel. Es verstreicht der Umriss der Knochen und der Ferse, wie im Bild am linken Fuß zu sehen.
Später wird das gesamte Bein Flüssigkeit einlagern.
Einseitige Wassereinlagerungen sprechen für eine Ursache im Bein oder im kleinen Becken auf der entsprechenden Seite (zum Beispiel Krampfadern). Beidseitige Wassereinlagerungen können viele Ursachen haben:
Nach einer Untersuchung der Beine mit Muskelpumpentest und Ultraschall (Venen-Sprechstunde) können viele der oben beschriebenen Ursachen erfasst werden.
Krampfadern, die Wassereinlagerungen verursachen, sollten behandelt werden. Bis die Entscheidung über eine geeignete Behandlungsform getroffen ist, sollten Kompressionsstrümpfe getragen werden, um eine Schädigung des Gewebes zu vermeiden. In dieser Phase kann die Entstauung ergänzend eingesetzt werden.
Bei Folgen einer Thrombose, die Wassereinlagerungen verursacht, ist das dauerhafte Tragen von Kompressionsstrümpfen nötig. Auch hier kann die Entstauung Linderung verschaffen.
Das Lipödem ist die Einlagerung von Lymphe in das Fettgewebe. Sie fängt meist am Oberschenkel (Reithosen) an, um sich dann auf das ganze Bein zu erstrecken.
Bei internistischen Erkrankungen (Leber, Niere, Schilddrüse) ist die Abklärung durch Ihren Hausarzt geboten.
Sind die Lymphbahnen erkrankt, zum Beispiel durch Bestrahlung oder oft auch ohne bekannte Ursache, ist die manuelle Lymphdrainage die optimale Behandlung. Die maschinelle Entstauung bietet jedoch auch hier Linderung.
Der Patient liegt bequem auf einer Liege. Die Beine werden zunächst mit einem Baumwollstrumpf versehen und dann wird ein großer Stiefel aus Kunststoff übergezogen, der zunächst ganz locker anliegt. Das Gerät beginnt dann, sich mit Luft aufzublasen. Zunächst kommt so ein Druck im Fußbereich zustande. Nach ein paar Sekunden füllt sich die Kammer an der Wade und dann am Oberschenkel. So wird das Gewebe „von unten nach oben“ leer gepresst.
Nach ein paar Sekunden entweicht die Luft wieder, der Druck lässt nach, nur um sich dann wieder neu aufzupumpen. Somit wird das Bein wiederholt von unten nach oben leer gepumpt.
Die Behandlung ist angenehm. Die Druckstärke kann auf Ihre persönlichen Bedürfnisse eingestellt werden, so dass die Behandlung immer möglichst effektiv ist, ohne unangenehm zu sein.
Insgesamt dauert eine Sitzung circa 20 Minuten.
Wann darf die Behandlung nicht durchgeführt werden?
Bei akuten Infekten im Beinbereich und bei stärksten arteriellen Durchblutungsstörungen (Schaufensterkrankheit).
Kann die Behandlung Schaden anrichten?
Bei sachgemäßer Anwendung nicht. Sollten Sie dennoch Beschwerden dabei haben, sprechen Sie uns bitte an.
Wie oft muss die Behandlung durchgeführt werden?
Zunächst empfehlen wir 6 Sitzungen in 2 bis 3 Wochen. So können Sie die Wirkung auf Ihre Beine testen. Anschließend können Sie ganz individuell für sich herausfinden, wie oft die Behandlung sinnvoll ist. Sind Ihre Beschwerden nach einer Behandlung für eine Woche verschwunden, sind wöchentliche Intervalle sinnvoll, sind die Beschwerden länger behoben, können die Abstände auch durchaus länger sein.
Was kann ich tun, um die Wirkung zu verstärken?
Was kostet die Behandlung?
Es handelt sich um eine Kassenleistung.
Weitere Informationen zu Krampfadern finden Sie im Buch „Krampfadern“ von Dr. Mendoza und Dr. Berger:
ISBN: 3-9808990-0-4 / 2. Auflage, 2003, Arrien Verlag, 12,45 €